In aller Kürze:

Anschrift:

Leisnerstr. 17
48163 Amelsbüren

Geöffnet:

zu den

Gottesdiensten
und zum
Ök. Abendgebet
(freitags, 19:00 Uhr)

Kreuz-Christi-Kirche

Die evangelische Kirche in Amelsbüren wurde von der Generation der Flüchtlinge und Vertriebenen gebaut. Sie gaben ihr den Namen „Kreuz-Christi-Kirche“, weil das Kreuz Jesu Christi im Leid und in der Not Nähe und Trost ist.

Diese Kirche ist eine Diaspora-Kirche, klein und bescheiden im großen katholisch geprägten Umfeld. Die Kirche liegt am Schnittpunkt zweier Straßen, die nach katholischen Märtyrern des 2. Weltkrieges genannt sind: Karl Leisner und Pater Kolbe. Etwa 160 Personen finden in der Kirche Platz. Heute leben in Amelsbüren ca. 1.100 evangelische Christen, knapp 20 % der Bevölkerung des Stadtteils. Geplant wurde die Kirche vom Architekten Oettinghaus aus Bochum; Präses D. Wilm widmete sie am 7. Februar 1965 für den gottesdienstlichen Gebrauch.

Rechts vom Eingang ist der Grundstein eingemauert mit der Inschrift SOLI DEO GLORIA, allein Gott die Ehre, mit dem Kreuzzeichen und der Jahreszahl 1963, dem Jahr der Grundsteinlegung.

Im Foyer

Zunächst betritt man den Kirchenflur. An der rechten Seite ist eine afrikanische Madonna aus Ghana zu sehen, eine Erinnerung an unser ökumenisches Projekt, die friendship-clinic, eine Entbindungs- und Krankenstation in Ghana.

Auf der linken Seite ein Triptychon von Friedrich Hartmann zum 23. Psalm: Der Herr ist mein Hirte. Weiter an der rechten Seite ein Abendmahlsbild „Der leere Stuhl“, ebenfalls von Friedrich Hartmann. Weiter auf der linken Seite ein Bild von Christina Thrän zum Prediger-Wort: „Alles hat seine Zeit“.

Kunst im Kirchenfoyer: Triptychon "Der 23. Psalm", afrikanische Madonna, "Ein jedes hat seine Zeit" und "Das Abendmahl" (v.l)

Der Altarraum

Wenn man die Kirche betritt, blickt man über die Bankreihen zu beiden Seiten auf den Altar mit der aufgeschlagenen Bibel und darüber auf das Kreuz. Links von der Bibel steht auf dem Altar der Blumenschmuck, rechts zwei Kerzenständer oder der 7-armige Leuchter. Das Steinkreuz sybolisiert Karfreitag und Ostern. Die Kreuzform mit der Inschrift „INRI“; vom Kreuz kommt der Auferstandene mit segnendem Gestus den Gottesdienst-Feiernden entgegen.

Links der Taufstein mit dem Osterleuchter. Auf dem Taufstein sind vorn die Taufe Jesu und der Missionsbefehl dargestellt. Rechts das Predigtpult mit den Worten aus dem Prolog des Johannes-Evangeliums: „Im Anfang war das Wort, und Gott war das Wort“.

Kreuz, Taufstein, Osterleuchter und Predigtpult sind aus Muschelkalk-Blaubank, Arbeiten aus den 90iger Jahren des Bildhauers Joseph Krautwald aus Rheine.

Kreuz, Predigtpult und Taufstein der Kreuz-Christi-Kirche bilden eine gestalterische Einheit.

Die Kirchenfenster

Angefangen hatte die Neugestaltung der Kirche  in den 80iger Jahren mit der Erneuerung der Kirchenfenster. Das Fenster des Altarraums stellt dem Namen unserer Kirche entsprechend das Kreuz Christi dar. Sein Kreuz ist erhöht, die beiden Kreuze der Verbrecher stehen schräg, fallen fast zur Seite weg. Auch hier ist Ostern durch das Licht dargestellt, das am Kreuz herab bis in die Tiefe leuchtet.

Wenn zur Jahresmitte die Abendsonne durch das Fenster scheint, malen sich die Farben auf der Altarwand  bis über das Steinkreuz hinweg – ein besonders eindrückliches Erlebnis.

Die Seitenfenster stellen zusammen den Regenbogen dar, ein Hinweis auf den Friedensbund, den Gott mit Noah und seinen Nachkommen geschlossen hat.

"Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will.

Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer."

(Jesaja 54,9+10)

Die Kirchenfenster der Kreuz-Christi-Kirche

Mehr Kunst im Kirchenraum

An der linken Wand, den Seitenfenstern gegenüber, sieben schmale, kürzere und längere Bilder übereinander, Entwürfe für Kirchenfenster, die nach Bach-Kantaten für das Kirchenjahr gestaltet wurden, von Weihnachten bis zum Ewigkeitssonntag.

Zwei achteckige Bronzeleuchter geben der Kirche ein warmes Licht. Die Zahl erinnert an die Seligpreisungen. Und 7 Kerzen stehen auf einem Bronzeleuchter, der an der Wand des Altarraums angebracht ist.

Die bronzenen Leuchter, die Kirchenfenster und die Bilder sind Arbeiten aus den 80iger Jahren des Künstlers Friedrich Hartmann, Lukasmühle in Bad Bentheim-Gildehaus (+ 2000).

Unsere Kirche hat durch die Werke der beiden Künstler eine warme Atmosphäre mit aussagekräftigen Symbolen erhalten.

Gerhard Jacobs

Die graphischen Darstellungen von Bach-Kantaten zum Kirchenjahr wurden wie die Kirchenfenster von Friedrich Hartmann gestaltet.